Forschung im Kiez

Unser geplantes Stadtteilgesundheitszentrum soll für die Menschen im Kiez sein und mit ihnen gemeinsam entwickelt werden. Dafür wollen wir wissen, wie die Versorgung im Kiez aussieht, was es für Probleme gibt und was die Menschen brauchen und sich wünschen.

Sozialraum- und Bedarfsanalyse

Um ein bisschen mehr über Nord-Neukölln und die beiden Stadtteile Rollbergsiedlung und Flughafenstraße zu erfahren, haben wir uns verschiedene Studien, Berichte und Statistiken angeguckt und daraus für uns wichtige Daten zur Sozialstruktur, zur gesundheitlichen Lage und zur medizinischen Versorgung zusammengestellt.

Anschließend waren wir im Kiez unterwegs und haben wichtige Einrichtungen im Stadtteil auf einer Karte dokumentiert, z.B. Arztpraxen, Apotheken, soziale Einrichtungen usw.
Die Karte – die wir gerade überarbeiten und dann hier auch digital und interaktiv zur Verfügung stellen – findet ihr hier:

Kiez-Karte (Stand 2016)

Wir haben dann verschiedene Akteure zu Fokusgruppen eingeladen und gefragt, was aus ihrer Sicht Probleme und Bedarfe im Kiez sind.

Alles haben wir in einem Bericht veröffentlicht, den ihr hier runterladen könnt:

Bericht Sozialraum- und Bedarfsanalyse Rollberg und Flughafenkiez

Bewohner*innen-Befragung

Da wir auch die Bewohner*innen im Stadtteil erreichen wollen, führen wir im März und April 2019 eine Fragebogen-Befragung durch. Wir wollen wissen, wie der Gesundheitszustand der Menschen im Flughafenstraßen- und Rollbergkiez ist, welche Versorgung sie in Anspruch nehmen, welche sozialen Faktoren die Gesundheit beeinflussen, wo sie Probleme und Veränderungsbedarf sehen und welche Wünsche sie an eine gute Gesundheitsversorgung haben.

An der inhaltlichen Planung und dem Fragebogen haben verschiedene Einrichtungen aus den Stadtteilen mitgearbeitet, wie z.B. der Pflegestützpunkt, das Gemeinschaftshaus Morus 14, die Quartiersmanagements und das Bezirksamt. Die Befragung wird unterstützt von dem Institut für Allgemeinmedizin der Charité Berlin.

Wie läuft die Befragung?

Speziell geschulte deutsch-türkisch- und deutsch-arabisch-sprachige Interviewer*innen besuchen zufällig ausgewählte Wohnungen und befragen diese mit einem Fragebogen. Der Fragebogen enthält Fragen zu Gesundheit und Wohlbefinden, zur Gesundheitsversorgung, zur Wohnsituation, zu sozialer Teilhabe und Diskriminierungserfahrungen sowie einige allgemeine Fragen. Alle Angaben werden vertraulich behandelt und anonymisiert.

Die Ergebnisse der Befragung sollen helfen, die Angebote des Zentrums besser zu planen. Auch sollen sie später im Stadtteil bekannt gemacht und gemeinsam diskutiert werden.